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Englisch: Purchasing power parity (PPP)

Unter Kaufkraftparität (KKP) versteht man einen Zustand zwischen zwei Währungsräumen, bei dem man für einen bestimmte Währungsbetrag im eigenen Währungsraum den gleichen Warenkorb kaufen kann, den man nach Umwechslung des Geldes auch im anderen Währungsraum erwerben kann.

Damit können länderübergreifende Vergleiche angestellt werden. z.B. kann der Begriff Armut nur unter Berücksichtigung der KKP definiert werden. Wer hierzulande Ein Einkommen nahe der Armutsgrenze hat, kann in Entwicklungsländern durchaus als wohlhabend gelten. Diese Verzerrung wird in den Statistiken durch die KKP korrigiert.

Theoretisch schwanken also die Wechselkurse zwischen zwei Währungen nur, um Unterschiede im Preisniveau auszugleichen. Entsprechend müsste eine Geldeinheit in allen Ländern die gleiche Kaufkraft haben, d.h. man kann überall die gleiche Ware zum gleichen Preis erwerben. Aber das ist Theorie, denn Steuern, Zölle, Transportkosten verfälschen oft das Bild.

Die Zeitschrift "The Economist" hat erkannt, dass es ein Produkt gibt, das weltweit in allen Ländern angeboten wird, sich aus vielen Einzelprodukten und Dienstleistungen zusammensetzt und zugleich lokal erstellt wird. Damit fallen viele verfälschende Faktoren weg und der Preis dieses Produktes ist ein idealer Kandidat für einen internationalen Kaufkraftvergleich. Es handelt sich bei diesem Produkt um den Bic Mac von McDonald's und der Vergleich selbst nennt sich Big-Mac-Index.


Buchliste: Kaufkraftparität