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Unter einem Start-up wird ein kürzlich gegründetes Unternehmen verstanden, welches sich in der ersten Phase des Unternehmenslebenszyklus befindet. Neben dem jungen Alter zeichnet es sich durch weitere Eigenschaften aus - es verfügt über eine innovative Geschäftsidee und das Ziel, in kurzer Zeit ein rasantes Wachstum zu verzeichnen. Im besten Fall haben Start-ups sehr hohe Chancen, erfolgreich zu werden: Mit der Kombination aus innovativem Konzept und schnellem Wachstum können sie eine Disruption bestehender Geschäftsmodelle erzeugen, altbekannte Strukturen aufbrechen und diese durch ihre Innovation ablösen. Bevor der Erfolg allerdings aufkommen kann, hat ein Start-up anfangs in der Regel mit geringen finanziellen Ressourcen zu kämpfen.

Ein Businessplan gibt Struktur
Damit aus der Idee ein erfolgreiches Geschäftsmodell wird, sind mehrere Maßnahmen nötig. Der erste Schritt beinhaltet die Ausarbeitung eines Businessplans. In diesem wird die anfängliche Idee zu Papier gebracht, weiterentwickelt und analysiert. Er dient zum einen den Gründern des Start-ups selbst, um die zukünftigen Möglichkeiten und Herausforderungen auszuloten und ihre Erfolgsaussichten abzuschätzen. Zum anderen kann der Businessplan als Überzeugungs- und Informationsgrundlage für Investoren oder Banken dienen. Wesentliche Inhalte eines Businessplans sind: Vorstellung der Geschäftsidee und des Gründerteams, eine Markteinschätzung, eine Wettbewerbs-, Standort- und Risikoanalyse sowie finanzwirtschaftliche Planungen. Nach der Ausarbeitung des Businessplans kann sich um die entsprechende Finanzierung des Start-ups gekümmert werden. In diesem Punkt heben sich Start-ups von anderen, "normalen" Gründungen ab: Anstelle der traditionellen Bankkredite bieten sich jungen Gründern diverse Finanzierungsmöglichkeiten zur Förderung und Ausarbeitung ihrer innovativen Ideen.

Die richtige Finanzierung finden
Eine Finanzierungsoption stellen Venture-Capital-Geber dar. Dabei statten Investoren das Start-up mit Kapital aus, sind beratend und erwerben dafür Firmenanteile. Die finanziellen Möglichkeiten erhöhen sich - aber das Start-up ist nicht mehr eigenständig und muss Entwicklungen regelmäßig an die Kapitalgeber berichten. Auch Business Angels, in der Regel private Investoren, können mit Rat und finanziellen Mitteln zur Seite stehen. Im Vergleich zu Venture-Capital-Gebern investieren diese deutlich weniger Kapital - dafür ist der beratende Kontakt wesentlich enger.
Crowdfunding wurde in der vergangenen Zeit eine immer beliebtere Finanzierungsform. Dabei unterstützen keine einzelnen Investoren oder Kapitalgeber, sondern eine Vielzahl an Personen online - in Form von Spenden oder kleinen Investments. Je nach Crowdfunding-Form erhalten die Unterstützer Geschenke oder niedrige Umsatzbeteiligungen.
Auch der Staat gewährt Gründern finanzielle Fördermittel - häufig handelt es sich dabei um Darlehen zu günstigen Konditionen. Hochschulabsolventen, die ein Start-up gründen wollen, können sich speziell auf das EXIST-Gründerstipendium bewerben.

Stärken erkennen und am Markt positionieren
Selbst wenn die finanziellen Grundlagen geklärt sind, kann ein Start-up nur langfristig bestehen, wenn es vom Markt und den Kunden wahrgenommen wird. Die richtige Positionierung ist daher entscheidend, um das neue Unternehmen zur starken Marke aufzubauen sowie die passende Zielgruppe erreichen und binden zu können. Wichtige Hinweise zur Gründung eines Unternehmens sind in der Fachliteratur zu finden. Es bedarf einer SWOT-Analyse, um herauszufinden, auf welche Stärken und welches USP die Positionierung des Start-ups aufgebaut werden soll. Auch gilt es, den Wunschkunden in Form einer Buyer Persona zu definieren sowie die bestehenden Wettbewerber zu analysieren, um sich am Markt positionieren zu können.


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