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Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die ein Arbeitgeber zugunsten seiner Mitarbeiter anlegt.

Arbeitsentgelte können jedoch nur dann vermögenswirksam angelegt werden, wenn sie dem Arbeitnehmer noch nicht zugeflossen sind. Der Arbeitgeber muss also die vermögenswirksamen Leistungen direkt zur Anlage in ein vom Arbeitnehmer gewünschtes und nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz zulässiges Finanzprodukt investieren. Einen Rechtsanspruch auf vermögenswirksame Leistungen erwirbt man durch einen Tarifvertrag, mittels einer Betriebsvereinbarung oder durch eine individuelle Vereinbarung.

Hat ein Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch auf vermögenswirksame Leistungen, so kann er diese aus seinem Lohn oder Gehalt freiwillig vom Arbeitgeber in ein Finanzprodukt investieren lassen. Von den Arbeitnehmern in den alten Bundesländern nehmen 90% vermögenswirksame Leistungen in Anspruch. In den neuen Bundesländern wird dieser Anspruch nur von 20% der Arbeitnehmer wahrgenommen. Gut 60% der Arbeitnehmer gelten hier jedoch als anspruchsberechtigt. Hinsichtlich der Höhe der vom Staat gezahlten Arbeitnehmer-Sparzulage gilt, dass diese 10% der pro Jahr erbrachten vermögenswirksamen Leistungen beträgt.