English: Equity Investor / Español: Inversor de capital / Português: Investidor de capital próprio / Français: Investisseur en fonds propres / Italiano: Investitore di capitale proprio

Ein Eigenkapitalgeber im Finanzen Kontext bezeichnet eine Person oder eine Institution, die Kapital in ein Unternehmen investiert und im Gegenzug Eigentumsanteile oder Aktien dieses Unternehmens erhält. Diese Form der Investition steht im Gegensatz zur Bereitstellung von Fremdkapital, bei der der Investor dem Unternehmen Geld leiht, das innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Eigenkapitalgeber sind somit Miteigentümer des Unternehmens und partizipieren direkt an dessen Gewinnen und Verlusten. Ihre Rendite hängt von der Wertsteigerung des Unternehmens und den ausgeschütteten Dividenden ab.

Beschreibung

Eigenkapitalgeber tragen ein höheres Risiko als Fremdkapitalgeber, da sie im Fall einer Insolvenz des Unternehmens erst nach der Befriedigung der Ansprüche von Fremdkapitalgebern bedient werden. Andererseits haben sie das Potenzial für eine unbegrenzte Rendite, falls das Unternehmen erfolgreich ist. Sie können auch Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen, insbesondere in Fällen, in denen sie einen signifikanten Anteil am Unternehmen halten.

Anwendungsbereiche

Ähnliche Begriffe und Synonyme

  • Aktionär: Ein Eigenkapitalgeber, der Anteile eines börsennotierten Unternehmens besitzt.
  • Venture-Capital-Geber: Spezialisierte Eigenkapitalgeber, die in Start-ups und junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial investieren.

Zusammenfassung

Eigenkapitalgeber sind Investoren, die Kapital in ein Unternehmen einbringen und dafür Eigentumsanteile erhalten. Sie übernehmen ein höheres Risiko, profitieren aber auch direkt vom Erfolg des Unternehmens durch Wertsteigerung und Dividenden. Ihre Rolle ist entscheidend für die Finanzierung von Unternehmen in verschiedenen Wachstumsphasen, von der Gründung bis zur Expansion und sogar dem Gang an die Börse.

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