English: Money market / Español: Mercado monetario / Português: Mercado monetário / Français: Marchê monêtaire

Der Geldmarkt ist ein Markt für kurzfristige Guthaben bzw. kurzfristige Kredite. Nach der Laufzeit unterscheidet man Tagesgeld (bis 24 Stunden), tägliches Geld (täglich kündbar), Monatsgeld, Dreimonatsgeld und weitere Formen.

Die Geldmarktsätze als Zinssätze werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt und variieren je nach Laufzeit. Der Geldmarkt spielt eine wichtige Rolle bei der Liquiditätsbeschaffung der Banken.

Angebot und Nachfrage bilden sich über den Geldmarktzins.

Beschreibung

Der Geldmarkt ist ein Teil des Finanzmarktes, auf dem kurzfristige Finanzinstrumente wie Tagesgeld, Festgelder, Geldmarktfonds und andere liquiditätsnahe Anlagen gehandelt werden. Er dient dem kurzfristigen Kapitalbedarf von Banken, Unternehmen, Regierungen und anderen Institutionen. Der Geldmarkt hat einen bedeutenden Einfluss auf die Zinsentwicklung und Liquidität im Finanzsystem. Durch seine hohe Liquidität und Sicherheit gilt der Geldmarkt als wichtiger Bestandteil der Finanzmärkte.

Anwendungsbereiche

  • Kurzfristige Refinanzierung von Banken
  • Handel mit kurzfristigen Finanzinstrumenten
  • Investitionen von Unternehmen in Geldmarktfonds
  • Finanzierung von Regierungen durch die Ausgabe von Geldmarktinstrumenten

Risiken

  • Zinsrisiko aufgrund von Zinsschwankungen
  • Kreditrisiko bei Ausfall von Emittenten der Geldmarktinstrumente
  • Liquiditätsrisiko durch mangelnde Handelbarkeit der Finanzinstrumente

Beispiele

  • Tagesgeldkonto
  • Festgeldanlage
  • Geldmarktfonds

Beispielsätze

  • Der Geldmarkt beeinflusst die Zinsentwicklung maßgeblich.
  • Der Bankenverband fordert eine Regulierung des Geldmarktes.
  • Die Investition in Geldmarktfonds bietet finanzielle Stabilität.
  • Die Regierung plant die Emission neuer Geldmarktinstrumente.
  • Die Anleger diversifizieren ihr Portfolio mit Geldmarktprodukten.

Ähnliche Begriffe

Artikel mit 'Geldmarkt' im Titel

  • Geldmarktinstrument: Ein Geldmarktinstrument im Finanzen Kontext bezieht sich auf kurzfristige Finanzinstrumente, die in den Geldmärkten gehandelt werden. Sie dienen der Geldanlage, der Liquiditätsbeschaffung und dem Risikomanagement von Finanzinstituten, . . .
  • Geldmarktkredit: Ein Geldmarktkredit im Finanzen Kontext bezieht sich auf kurzfristige Darlehen, die auf dem Geldmarkt aufgenommen werden. Diese Kredite werden typischerweise von Banken, Finanzinstitutionen und manchmal auch von Unternehmen angeboten . . .
  • Geldmarktpapier: Ein Geldmarktpapier ist ein kurzfristiger Schuldtitel der öffentlichen Hand, der am Geldmarkt gehandelt wird. Dazu gehören Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen, commercial papers sowie in einer weiten Definition auch zweijä . . .
  • Geldmarktzins: Der Geldmarktzins im Finanzen Kontext bezieht sich auf den Zinssatz, der für kurzfristige Geldanlagen und Kredite auf dem Geldmarkt erhoben wird. Der Geldmarkt ist ein Segment des Finanzmarktes, auf dem kurzfristige Finanzinstrumente . . .

Zusammenfassung

Der Geldmarkt ist ein Teil des Finanzmarktes, auf dem kurzfristige Finanzinstrumente gehandelt werden. Er dient der kurzfristigen Kapitalbeschaffung und hat einen Einfluss auf Zinsen und Liquidität im Finanzsystem. Anwendungsgebiete sind die Refinanzierung von Banken, der Handel mit Finanzinstrumenten und Investitionen in Geldmarktfonds. Risiken umfassen Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Beispiele sind Tagesgeldkonten und Geldmarktfonds. Ähnliche Begriffe sind Kapitalmarkt und Anleihenmarkt.

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